Magnetische Konstruktionen

Mit magnetischer "Zauberkraft" wird der Spielwert von Fahrzeugen stark erhöht. Personen und Ladegut können überall auf dem Zug mitfahren ohne umzufallen. Türen schließen satt wie Autotüren ohne zu klemmen. Fenster lassen sich von außen mit einem Magnetstab rauf- und runterschieben.

Durch den Einsatz von Magneten werden mechanische Konstruktionen stark vereinfacht, die Fertigungstoleranzen vergrößern sich, die  Störanfälligkeit sinkt gegen null. Mit Magnetbändern haften Dächer ganz einfach am Fahrzeug-Korpus. Bei Türscharnieren lassen Bolzen und Buchsen durch diametral magnetisierte Rundstäbe ersetzen. Bei magnetischen Schlössern fehlt jede "fummelige" Mechanik. Beispiele:


Magnetische haftende Dachbefestigung

Am Wagenkorpus werden in Dach- höhe selbstklebende Magnet-bänder eingebaut. Sie werden etwas  drehend oder elastisch federnd angebracht.

Darüber sind im Wagendach Eisenblech-Streifen angeklebt.

Je nach Magnetband-Stärke und -Fläche lassen sich am Dach Fahrzeuggewichte  von mehreren Kilogramm hochheben.

Die Magnetbänder können auch aus Türdichtungen defekter Kühl- geräte ausgebaut werden. Als Eisenblech eignet sich Stahlpack- band aus dem Baustoffhandel. Magnetbänder und Eisenblech-streifen werden mit doppelt klebendem Teppichband, extra stark, auf den Träger aufgeklebt.


Doppelflügeltüre mit magnetischen Scharnieren und magnetischem Schloß

In der Bildergalerie wird auf der Seite Güterwagen der Ganzstahlwagen SHE 265 vorgestellt. Die Doppelflügel-Türen dieses Wagens haften mit magnetischen Scharnieren (= diametral magnetisierte Rundstäbe aus Neodym) an Eisenstreifen, die mit Teppich-Doppelklebeband das Türrahmen-Profil verstärken. Die Türflügel schliessen magnetisch: Zum einen ist im Wagenboden ein diametral magnetisierter Quader, zum anderen in einen Türflügel ein 0,5 mm dünner Haftmagnet eingelassen. Dem Bodenmagnet gegenüber sind in den inneren Türflügel-  Ecken zwei Schließbleche eingeklebt. Das Gegenstück zum oberen Haftmagnet ist ein Türriegel, der aus einem Nagel kalt geschmiedet ist. Alle Magnete und Eisenstreifen werden mit dünnem Papier überklebt.

Das nachstehende linke Foto zeigt einen Rundmagneten, der in den Türflügel eines preußischen Abteilwagens eingebaut ist. Im Türrahmen des Wagenchassis ist ein Stückchen Eisenblech eingelassen. Alternativ kann man im Wagenkasten einen quadratischen diametral magnetiserten Quader einsetzen und gegenüber in der Türe ein Eisenblech aufkleben. Dies wird im rechten Foto gezeigt. Der Wagen befindet sich noch im Rohbau. Der linke Türflügel ist im Türrahmen eingesetzt und wird vom Stabmagnet angezogen. Der rechte Türflügel wurde ausgehängt, um die Innenseite der Türe zu zeigen. Der Demo-Magnet deutet an, wo der Magnetstab im Türrahmen aufliegt. Dieser Türverschluß ist auch auf der Home-Seite von innen zu sehen.



Magnetisch verschiebbare Fenster

Eine besonders interessante magnetische Konstruktion ist das von außen verschiebbare Echtglas-Fenster in Personen-Fahrzeugen. Das Fensterglas ist rundum etwa zwei Millimeter größer als der Fensterausschnitt. Rechts und links neben dem Fensterausschnitt werden von hinten über die ganze Wagenhöhe zwei selbstklebende Magnetbänder eingebaut und zwar so, daß die Glasscheibe vertikal zwischen den Magnetbändern geführt wird . Auf der Fensterinnenseite wird der Fensterrahmen aus Eisenpapier (dünnes Eisenblech, beidseitig mit Papier kaschiert) angeklebt. Horizontal ist der Fensterrahmen so breit wie der äußere Magnetband-Abstand und wird magnetisch angezogen. Auf der Glasinnenseite wird ein starker Miniaturmagnet aufgeklebt. Das Fenster läßt sich dann mit einem Magnetstab von außen rauf- und runterbewegen, sh. nachstehende Bildkomposition. Der Fenstermagnet kann auch von außen unsichtbar unterhalb des Fensterglases auf dem Eisenpapier positioniert werden. Die Magnetkraft wirkt dann durch die Papierwand hindurch.



Magnetische haftende Mitfahrer auf einem Zug


Bei den Mitfahrern werden unter den Füßen zwei bis vier Miniaturmagnete (Dicke 0,5mm oder eingelassen 1,5mm) angeklebt. Teile des Fahrzeugbodens und die Trittbretter werden mit einem dünnen lackierten Eisenblech überzogen. Darauf haften die Personen sehr standhaft, wie das rechte Bild veranschaulicht. Kommt dem mit Personen bestücktem Zug ein anderer entgegen und kollidiert dieser z.B. mit dem Trittbrettfahrer am Zugende, ist das kein schlimmer Unfall, sondern willkommende Spielabwechselung ohne Reparaturfolgen. Nach demselben Prinzip lassen sich an Fahrzeugen magnetisch haftende Zuglaufschilder und wechselbare Werbeflyer anbringen, sh. linkes Foto.


Meine Bezugsquelle für Magnetbänder, Eisenpapier und diametral magnetisierte Rundstäbe mit Durchmesser 1,5 und 2 mm: SCHALLENKAMMER MAGNETSYSTEME

Meine Bezugsquelle für Neodym-Magnete in sehr vielen Bauformen:  neotexx Magnetics and more 

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